Barcelona ist in Sachen Kunst alles andere als zurückhaltend. Schließlich ist dies die Stadt, in der das Werk von Salvador Dalí, Joan Miró und Pablo Picasso heranreifte, die natürlich alle in den Galerien und Museen der Stadt gut vertreten sind. Sie müssen jedoch nur durch die stimmungsvollen Gassen schlendern, um einen Blick auf großartige Kunst zu erhaschen – von der modernen Street-Art in Poblenou bis hin zur beeindruckenden Gaudí-Architektur, die das Viertel Eixample und sein berühmtestes Gebäude, die gewaltige Sagrada Família, prägt. Liebhaber schöner Künste werden wahrscheinlich auch das Museum für Zeitgenössische Kunst Barcelona und das Museu Nacional d’Art de Catalunya auf ihrer Liste haben. Aber was hat jedes dieser Museen zu bieten? Wir werfen in unserem Vergleich zwischen dem MACBA und dem MNAC einen genaueren Blick darauf. Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren ...
Museum für Zeitgenössische Kunst Barcelona: Das Wichtigste im Überblick
Wichtige Fakten: Das 1995 eröffnete MACBA ist Barcelonas führendes Museum für zeitgenössische Kunst. Das Gebäude im Stadtviertel El Raval, nur wenige Häuserblocks vom fabelhaften Gotischen Viertel entfernt, erinnert an einen großen weißen Zuckerwürfel. Die ständige Sammlung von 5.000 Werken wird auf einer Ausstellungsfläche von 45.000 Quadratfuß präsentiert und zieht jährlich über 300.000 Besucherinnen und Besucher an.
Das MACBA kurz gefasst: Liebhaber der Nachkriegskunst, insbesondere der spanischen und katalanischen, finden im Museum für Zeitgenössische Kunst Barcelona viel Sehenswertes. Hier können Sie ikonische Werke von Künstlern wie Picasso, Joan Miró und Juan Muñoz in verschiedenen Themenbereichen bestaunen sowie wechselnde Ausstellungen mit experimentellen Werken etablierter und aufstrebender internationaler Künstler wie Alexander Calder, Jean-Michel Basquiat und den Guerrilla Girls besichtigen. Das Gebäude des MACBA ist selbst eine Ikone der zeitgenössischen Kunst. Der von Richard Meier entworfene moderne, minimalistische Raum besticht durch weiße Wände, klare Linien und viel natürliches Licht, wodurch die Kunstwerke für sich selbst sprechen können. Verpassen Sie nicht den markanten Innenhof und die Skateboarder davor, die ebenso fest zum Erscheinungsbild gehören wie die beeindruckende Kunst im Inneren.
Museu Nacional d’Art de Catalunya: Das Wichtigste im Überblick
Wichtige Fakten: Mit einer außergewöhnlichen Sammlung, die rund 1.000 Jahre katalanische Kunst umfasst, ist das MNAC seit 1934 im Palau Nacional untergebracht – einem prachtvollen Bauwerk im italienischen Stil auf dem Hügel Montjuïc, das fast so spektakulär ist wie die darin beherbergte Sammlung von 300.000 Objekten. Mit einer Fläche von 113.000 Quadratfuß ist es mehr als doppelt so groß wie das MACBA und zieht jährlich fast eine Million Besucherinnen und Besucher an.
Das MNAC kurz gefasst: Das Museu Nacional d’Art de Catalunya (auch bekannt als Nationales Kunstmuseum von Katalonien oder MNAC) ist vielleicht das weltweit beste Museum, wenn Sie einen Überblick über die katalanische Kunst im Wandel der Jahrhunderte suchen. Wir sprechen hier von allem – von tausendjährigen romanischen Kirchenfresken über mittelalterliche gotische Kunst bis hin zu Meisterwerken des Barock und der Renaissance sowie Werken von Künstlern wie Tizian, Canaletto, Velázquez, Gaudí und anderen. Auch das Gebäude, in dem die Sammlung untergebracht ist, trägt zur Attraktivität bei: Die zentrale Kuppel wurde vom Petersdom inspiriert und vier Türme erinnern an die Architektur der Kathedrale von Santiago de Compostela.
MACBA: Highlights und was Sie erwartet
Die Galerieräume im MACBA bringen die Kunst so richtig zum Strahlen und es ist selten so voll, dass Sie versuchen müssen, ein flüchtiges Miró-Meisterwerk über ein Meer von Köpfen hinweg zu erhaschen. Die Sammlung ist zudem hilfreich in Zonen unterteilt, die drei verschiedene Epochen der modernen Kunst abdecken: die 40er- bis 60er-Jahre, die 60er- und 70er-Jahre sowie die zeitgenössische Periode. Der Schwerpunkt liegt hier vor allem auf katalanischer und spanischer Kunst nach 1945, wobei auch einige internationale Kunstschaffende vertreten sind – insbesondere in wechselnden Ausstellungen, die auf der offiziellen Website des Museums angekündigt werden. Zu den Highlights der ständigen Sammlung gehören:
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Joan Mirós „Oiseau“-Skulpturen bilden so etwas wie das Herzstück des MACBA: eine verblüffende Sammlung stilisierter Köpfe, Vögel und anderer Figuren aus Bronze und Terrakotta.
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„Sterno“ ist ein berühmtes Werk des neoexpressionistischen Künstlers Jean-Michel Basquiat aus dem Jahr 1985. Seine Hommage an afroamerikanische Kulturhelden zeichnet sich durch die intensiven Pinselstriche und Voodoo-Bilder aus, die für seine Arbeit charakteristisch sind.
- Der spanische Künstler Ignasi Aballí verschiebt die Grenzen der zeitgenössischen Kunst mit einem Ansatz, bei dem er mehrere Schichten Firnis und Korrekturflüssigkeit verwendet, um „eher die Präsenz eines Gemäldes anzudeuten, als das Gemälde direkt zu zeigen“. „Gran Error“ („Großer Fehler“) ist ein zum Nachdenken anregendes Beispiel dafür.
Profi-Tipp: Samstags ab 16:00 Uhr ist der Eintritt ins MACBA kostenlos. Sie können auch beim Eintritt sparen mit einem Barcelona-Pass von Go City®, der den Zugang zum MACBA und vielen weiteren Attraktionen, Aktivitäten und Touren in der ganzen Stadt beinhaltet – darunter Gaudís Casa Batlló, eine geführte Tour durch die Sagrada Família und mehr. Erfahren Sie hier mehr über den Pass und kaufen Sie Ihren.
MNAC: Highlights und was Sie erwartet
Im Inneren gibt es noch viel mehr zu sehen, wenn Sie erst einmal die hoch aufragenden Kuppeln und romanischen Türme der atemberaubenden Außenfassade des Palau Nacional sowie den weiten Blick über die Stadt vom Montjuïc-Hügel aus bestaunt haben. Wochentage am Vormittag sind im Allgemeinen die beste Zeit für einen Besuch, vor allem außerhalb der Sommersaison, wenn die Wahrscheinlichkeit viel größer ist, dass Sie die Highlights der Sammlung ungehindert von anderen Gästen besichtigen können. Und oh, welche Highlights Sie im Inneren erwarten, wie zum Beispiel ...
- Die romanische Sammlung ist vielleicht die beste und bedeutendste weltweit – eine wahre Fundgrube katalanischer religiöser Kunst aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die Fresken, Wandmalereien, Steinmetzarbeiten, detailreiche Holztafeln und mehr umfasst. Wenn Sie nur ein Werk besichtigen, sollte es die „Apsis von Sant Climent de Taüll“ sein, ein farbenprächtiges Wandgemälde des Meisters von Taüll, einer absoluten Legende der romanischen Kunst im Europa des 12. Jahrhunderts. Das Werk beeinflusste Picasso maßgeblich, ist ein beeindruckender Anblick und wurde im MNAC liebevoll auf eine Nachbildung seiner ursprünglichen Apsis übertragen, um maximale Authentizität zu gewährleisten.
- Es mag nicht besonders bequem aussehen, aber Gaudís Doppelsofa ist ein hervorragendes Beispiel für seine seltener zu sehenden Arbeiten im Innendesign. Es wurde für seine Casa Batlló entworfen und verzichtet auf rechte Winkel sowie gerade Linien, was es zu einer echten Designikone macht. Es wird in der Sammlung für moderne Kunst ausgestellt, zusammen mit klassischen Skulpturen von Damià Campeny, Landschaftsgemälden von Joaquim Vayreda und vielem mehr.
- Die Wandmalereien der Eroberung von Mallorca sind quasi der katalanische Teppich von Bayeux. Diese Serie von Fresken, welche die namensgebende Eroberung im 13. Jahrhundert darstellt, dominiert die Abteilung für gotische Kunst des Museums. Das sollten Sie nicht verpassen.
Profi-Tipp: Samstags ab 15:00 Uhr und an jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt in das MNAC kostenlos. Sie können hier sowohl Tickets für diese Zeiten als auch für kostenpflichtige Zeitfenster buchen.
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